|
Murcia
Murcia in Murcia
Die autonome Region Murcia liegt im Südosten Spaniens am Mittelmeer, umgeben von den Regionen Valencia, Kastilien-La Mancha und Andalusien. Sie umfasst lediglich eine einzige spanische Provinz. Die gleichnamige Hauptstadt geht auf eine arabische Gründung im Jahr 861 zurück. Murcia ist heute landwirtschaftliches Zentrum und Marktplatz für die fruchtbaren Gärten in der Umgebung. Neben der Hauptstadt ist die Hafenstadt Cartagena bedeutend.
Das Land wird von der Betischen Kordillere durchzogen und gehört zu den trockensten Gebieten Europas. 1224-1243 gab es ein unabhängiges Königreich Murcia, zu dem auch die heutige Provinz Albacete in der Mancha gehörte.
Murciano ist ein spanischer Dialekt, der in der Region Murcia und einigen Gebieten der Provinzen Alicante und Albacete gesprochen wird. Er enthält viele Elemente aus dem Katalanischen, Aragonesischen und Arabischen.
Cartagena
Die Costa Calida, die "Heiße Küste" zählt im Sommer zu den beliebtesten Urlaubszielen, vor allem bei den Spaniern; sie ist ideal für Wassersportler. Im Winter ist die 250 km lange Küste menschenleer.
Hier, an einer tiefen Bucht, liegt die Hafenstadt Cartagena. Sie hat knapp 200.000 Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt der Region Murcia, außerdem einer der bedeutendsten Handelshäfen Spaniens, seine größte Marinebasis am Mittelmeer, Sitz des Regionalparlaments und Bischofssitz.
Die Stadtmauer und Schutzanlagen von Cartagena zeugen von der umkämpften Geschichte der strategisch wichtigen Stadt, die 230 v. Chr. von Hasdrubal, dem Schwager Hannibals (nicht zu verwechseln mit Hannibals gleichnamigen Bruder) als Carthago Nova (Neu-Karthago) gegründet wurde und die Hauptstadt der Karthager auf der Iberischen Halbinsel war. 209 v. Chr. wurde Cartagena römisch, 425 durch die Vandalen zerstört, 554 oströmisch, 624 westgotisch, 711 arabisch und 1269 dem Königreich Aragonien zugesprochen.
Zwei auf Felshöhen gelegene Forts bewachen die Stadt: Las Galeras und San Julian. Zur Burg "Castillo de la Concepción" aus dem 11. Jahrhundert gelangt man über einen 70 Meter in die Höhe führenden Treppenweg, an dessen Ende man von einem wunderbaren Blick über den Hafen von Cartagena belohnt wird (beachten Sie hierzu bitte unseren Webtipp).
Im abgesperrten Marinehafen erinnert das "Monumento de los Heroes de Cavite" an die Toten des Spanisch-Amerikanischen Krieges, der den Verlust der spanischen Kolonien Kuba, Puerto Rico und Philippinen mit sich brachte und 1898 das Ende Spaniens als Kolonialreich bedeutete.
1888 hatte der Cartageneser Ingenieur Isaac Peral ein 21 Meter langes U-Boot gebaut, das 60 PS und bereits ein Torpedorohr besaß. Der Konstrukteur selbst machte erfolgreiche Tests mit dem Boot, doch seine Pläne wurden später nicht mehr unterstützt. Heute ist das U-Boot eine Sehenswürdigkeit des Hafens.
Auf dem "Plaza del Ayuntamiento" sind die Überreste der im spanischen Bürgerkrieg zerstörten Kathedrale "Santa Maria la Vieja" sowie eines römischen Amphitheaters zu besichtigen.
Cartagena besitzt eine kleine Rennstrecke, die vor allem für Motorradveranstaltungen genutzt wird.
Mazarrón
30 km westlich von Cartagena liegen Mazarrón und Puerto de Mazarrón. Die letzten Gebirgsausläufer der Sierra de la Almenara, die seit den Karthagern ein Bergbaugebiet ist, schützen die Bucht von Mazarrón. Über 35 km Strände, unberührte Buchten und felsiger Meeresgrund sind ein vollkommener Ort für Entspannung oder Wassersport einschließlich Tauchen. Kulturinteressierten seien die Mudéjar-Holzdecke der Kirche San Andrés, das Purísimas-Kloster und die Ruinen der Burg Vélez empfohlen.
In Puerto kann man im Fischerhafen und in der Fischbörse die Traditionen der Fischer kennen lernen. Ganz in der Nähe liegen die beiden Verteidigungstürme Cumbre und Caballos. Die Ciudad Encantada (Verzauberte Stadt) aus Sandstein, der von Wind und Wasser geformt wurde, ist eine weitere Sehenswürdigkeit.
In einem ehemaligen Fischerhaus, geschmackvoll renoviert und idyllisch gelegen am Strand von Mazarrón, kann man weit entfernt von aller Zivilisation Ruhe und Erholung finden, umgeben von Palmen, Hibiscus und Oleander. Von der großen Terrasse geht's direkt in den Sand, und dies ist auch der Ort zum sorglosen Überwintern, des milden Klimas und der vielen Sonne wegen. Der Meeresblick sucht seinesgleichen, der Fischernachbar fährt fast täglich aufs Meer und überlässt Ihnen gerne das eine oder andere Prachtexemplar seines Fangs.
Unser Ferienhaus-Tipp
|