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Elba

Die Eiseninsel

"Ilva" war der etruskische Name für Eisen; aus Ilva wurde Elba, die Insel der Bergwerke und Schmelzöfen; die Griechen nannten sie Aethalia, was mal die Funkensprühende, mal die Rußige bedeuten soll. Es gibt archäologische Belege für Eisenverhüttung in vorchristlicher Zeit.

Viele Herrschaften

In ihrer Geschichte stand die Insel unter der Herrschaft so ziemlich jedes Mittelmeer-Anreiners, vornehmlich der Etrusker, der Griechen und natürlich der Römer.
Seit Beginn des 9. Jahrhunderts fielen immer häufiger sarazenische Piraten auf der Insel ein. Die Republik Pisa kam Elba zu Hilfe und baute die Burg Volterraio, befestigte die Orte Capoliveri, Rio Elba, S. Ilario und S. Piero. Volterraio erwies sich als besonders sicher: Die Festung konnte von Piraten nie mehr eingenommen werden. Der Papst schenkte die Insel den Pisanern, die im 12. Jahrhundert romanische Kirchen bauten, die den toskanischen jener Zeit ähneln: San Giovanni, San Michele, Santi Pietro e Paolo, Santo Stefano alle Trane und San Lorenzo.

Das Geschlecht der Appiani beendete mit einem Staatsstreich 1392 die pisanischen Ära und herrschte 200 Jahre lang. Doch erst die unter Cosimo I von Medici gebauten Festungsanlagen hielten dem Ansturm der sarazenischen Piraten endgültig stand. Cosimo hatte Elba 1546 von Kaiser Karl V. als Rückzahlung eines Darlehens erhalten. 1577 verlor Cosimo durch den Vertrag von London den größten Teil Elbas wieder an die Appiani. Er behielt die Hauptstadt Elbas, die er Cosmopoli nannte und die heute Portoferraio heißt. Seinem strategischen Einsatz im Kampf gegen die Sarazenen hat Elba in der Folge eine Reihe friedlicher Jahre zu verdanken.

Napoleon

Die bekannteste Herrschaft auf Elba aber dürfte die Herrschaft Napoleons gewesen sein. Elba war seit 1794 französisch und stand damit nach 250 Jahren erstmals wieder unter einheitlicher Herrschaft. Napoleon dankte 1814 als französische Kaiser ab und wurde auf Elba verbannt, wo er sogleich als "Kaiser von Elba" die Geschicke der gut 100.000 Bewohner in die Hand nahm, und das gründlich. Innerhalb seiner nur einjährigen Regentschaft besteuerte er Erzgewinnung, Olivenernte und Fischfang und nutzte den Ertrag für den Ausbau der Straßen, für einen Aquädukt von Portoferraio nach Marciana Marina, für die Entwässerung der sumpfigen Lacona-Ebene, für Aufforstung abgeholzter Gebiete und für den Bau eines Krankenhauses. Er führte die allgemeine Schulpflicht, Grundbuch und Kataster ein. Er ließ Lebensmittel kontrollieren und unsachgemäße Müllbeseitigung ahnden.
Ein nicht zu unterschätzender Teil der Touristen kommt heute Napoleons wegen nach Elba, so dass man sich dort sogar erlauben kann, mit seiner Abwesenheit zu werben: "Napoleon hat nie hier gegessen", brüstet sich ein Restaurant.
Im Jahre 1860 schloss sich Elba mit 21.500 Einwohnern dem Königreich Italien an.
Die wechselvolle Geschichte der Insel hat bis heute ihre Spuren hinterlassen: Familiennamen wie "Rodriguez" verweisen auf die einstige Präsenz der Spanier. Alte Legenden zeugen von der ständigen Bedrohung durch Piraten, zum Beispiel die Legende "Innamorata", die von der Liebe des hübschen Waisenmädchens Maria zum reichen und schönen Lorenzo aus Capoliveri erzählt.

Der Strand der Verliebten

Als die beiden nach langen Jahren und großen Widerständen endlich heiraten dürfen, wird der Bräutigam während der Hochzeitsfeier bei einem kurzen Strandbesuch von Piraten ermordet. In ihrer Verzweiflung stürzt sich Maria von einer Klippe ins Meer und versinkt zusammen mit Lorenzo in den Fluten.
Die Klippe nahe Capoliveri heißt noch heute "Innamorata", die Verliebte, der nahe Strand heißt "Spiaggia dell'Innamorata", der Strand der Verliebten. Alljährlich wird hier, am 14. Juli, das Fest der Innamorata in historischen Kostümen gefeiert.
Auch "Moresca", ein mittelalterliches Spiel, dreht sich um Piratenüberfälle. Auf dem Marktplatz von Capoliveri versammeln sich die Mitspieler in zwei Gruppen: Die eine stellt mit bunten Tüchern und Krummsäbeln Sarazenen dar, die andere die Gegenspieler, christliche Ritter in römischer Kleidung mit Schwertern und Pistolen. Natürlich wird am Ende der Führer der Sarazenen vom Pferd gestoßen, die Piraten ergeben sich. Die "Moresca" endet festlich mit Wein und Tanz.

Später Tourismus

Dass Elba erst gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts seine Haupterwerbsquelle wechselte – der Fremdenverkehr löste die Eisenminen ab, deren letzte 1982 geschlossen wurde –, das verwundert. Tatsächlich zeigen Fotos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Elba als Domäne der Schwerindustrie, und ohne die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges hätte der Wandel hin zum Tourismusland wohl länger gedauert. Trotzdem heißt Elba mit seiner lieblichen, immergrünen und zugleich rauen Landschaft schon sehr lange "Perle des Mittelmeers". Diese Perle hat 223 qkm Fläche, 150 km Küste und ist die größte Insel des toskanischen Archipels. Sie ist der Toskana auch sehr ähnlich, denn sie war einst mit dem Festland verbunden. Elba ist von vielfältigem Pflanzenwuchs und immer grün, auch im Hochsommer nie ausgedörrt.

Die Insel hat zahllose Strände von Sand bis Fels. Sie eignet sich für jeglichen Wassersport, besonders für Segeln, Surfen und Tauchen. Auch nach dem letzten Ausbau des Flughafens können nur kleinere Maschinen auf Elba landen, was den Massentourismus verhindert. Seit 1996 sind zudem weite Gebiete zum Nationalpark erklärt worden. Allmählich haben sich neben dem Strandurlaub auch andere Urlaubsformen entwickelt: der sogenannte Kongresstourismus, der "Kurlaub" in den Thermalbädern, der sportlich orientierte Aktivurlaub und der "Agriturismo" (Öko-Urlaub).
Elbas Infrastruktur genügt den Wünschen auch anspruchsvoller Urlauber. Restaurants, Bars und Geschäfte pflegen internationalen Standard.

Capoliveri ist ein auf einem Berg gelegener malerischer Ort. Die Altstadt mit den engen Gässchen lädt mit ihrem besonderen Charme zum Bummeln, Einkaufen und Essengehen ein. Im Herzen der Altstadt, in einer kleinen, verkehrsberuhigten Seitengasse nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, liegt das Haus der Familie Giusti. Hier können Sie in einer hübschen 3-Zimmer-Wohnung Ihren Urlaub verbringen. Zu Capoliveri gehören mehrere schöne Sandstrände, die von der Wohnung zwei bis vier Kilometer entfernt sind. Das Meer ist klar und sauber und ein Paradies für Badegäste.

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