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Bulgarische Schwarzmeerküste

Das Schwarze Meer

Das Schwarze Meer und das Rote Meer haben Gemeinsamkeiten bei der Namensgebung. Zum einen macht man Bakterien, die rote oder schwarze Stoffe ausscheiden, für die Namen verantwortlich, doch das Rote Meer ist tatsächlich ebenso wenig rot wie das Schwarze Meer schwarz. Wahrscheinlicher war das Volk der Skythen Namensgeber. Die Reiternomaden, sesshaft ab der Spätantike im heutigen Südosteuropa, benutzten Farbwörter für die Himmelsrichtungen: rot bedeutete Süden, schwarz Norden. Das Schwarze Meer war für sie also das Nordmeer.

Bulgarien

Bulgarien, mit Gründungsdatum von 681 einer der ältesten Staaten Europas, ist seit Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union. Sie liegt auf der Balkanhalbinsel und grenzt im Osten ans Schwarze Meer. Das Balkangebirge teilt Bulgarien in die Donauebene im Norden und die Oberthrakische Tiefebene im Süden. Der Berg Musala ("Berg Allahs") im Rila-Nationalpark ist mit knapp 3.000 Metern der höchste des Balkans. Als dokumentierter Erstbesteiger gilt übrigens der Vater Alexanders des Großen: Philipp der Zweite von Makedonien.
Der Nationalpark im Rila-Gebirge besticht durch seinen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren, seine schneebedeckten Gipfel, rauen Felsformationen und den Kontrast zwischen eisigen Bergseen und Mineralquellen mit Temperaturen bis 100°C.

Burgas

Burgas an der Schwarzmeerküste ist mit 230.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Bulgariens und ein wirtschaftliches, kulturelles und politische Zentrum der Ostregion. Burgas besitzt den größten bulgarischen Hafen und einen der meistfrequentierten Flughäfen.

Der Meeresgarten von Burgas entlang des steilen Ufers ist nicht nur die grüne Lunge der Stadt. Er bietet – neben einem wundervollen Blick weit über die Küste – eine äußerst reizvolle Parklandschaft mit halbjährlichen Blumenausstellungen. Außerdem eine Freilichtbühne mit 2.000 Plätzen (und neuerdings mit beweglichem Dach). Hier finden die verschiedensten Vorstellungen statt, von Folklore bis Jazz, von Schlager bis Oper. Und natürlich Theater!

Naturschutzgebiet Poda

Ein Mekka für Vogelfreunde ist das Naturschutzgebiet Poda mit eigenem Besucherzentrum. Auf dem vergleichsweise winzigen Gebiet von 100 Hektar tummeln sich über 270 Vogelarten. Hier lässt sich der Zug vieler Vogelschwärme auf der bekannten Zugvogelstraße "Via Pontica" beobachten.

Baden im Schwarzen Meer

Ganz besonders für Familien geeignet ist der Sonnenstrand an der bulgarischen Küste um die Stadt Burgas. Der feinsandige Strand fällt so sanft ins 24 Grad warme Wasser ab, dass man noch nach hundert Metern Boden unter den Füßen hat. Dazu kommt, dass der Tidenhub und der Salzgehalt des Oberflächenwassers nur gering sind. Auch Surfer, Segler und Taucher fühlen sich an dieser Küste wohl.
Sehr reizvoll ist auch der nördlich des Sonnenstrandes gelegene "Goldstrand" mit seinen langgestreckten Promenaden und den wieder aufblühenden Seebädern, zum Beispiel dem malerischen "Baltschik", der "Weißen Stadt".

Kulinarisches

Die bulgarische Küche ist in ihrem herzhaften Mix der türkischen ähnlich mit einem herzhaften Mix aus Fleisch, Käse und frischem Gemüse.

Einen sehr guten Ruf haben sich die neueren bulgarischen Weinsorten erobert, weiß im Norden, rot im Süden. Wurden die Weine der Region während der Sowjetzeit gern als "Zuckerwasser" verspottet, so verblüffen die Produktionen vom Anfang dieses Jahrhunderts selbst Kenner. Eigentlich kein Wunder: Erstens bauten schon die Griechen in Bulgarien, dem damaligen Thrakien, Wein an. Von hier verbreitete sich der Kult des Dionysos, des Gottes von Wein und Ekstase, über ganz Griechenland. Auch die späteren Kreuzfahrer berichteten begeistert von bulgarischem Wein.
Zweitens liegt Bulgarien in denselben Breiten wie die Toskana oder Bordeaux. Inzwischen gehört das Land zu den bedeutendsten Weinexporteuren Europas.

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